Elemlou with John&Josh

Rezept Kürbiscreme Suppe

KürbiscremeSuppe für Kids

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Wenn kleine Kinder müde sind

 

 

Als ich 17 alt Jahre war, machte ich in einem Montessori Kindergarten ein langes Praktikum. Die Leiterin und Gründerin dieses Kindergartens und auch Schule wohnte mit ihren erwachsenen Kindern im selben Gebäude in dem sich der Kindergarten befand.  Ich freundete mich schnell mit der ganzen Familie an.

Nach dem Praktikum wurde ich das Kindermädchen ihrer  Enkelkinder und verbrachte viel Zeit mit ihnen und hatte mit der Gründerin viele gute Gespräche unter anderem  über "gesunde Entwicklung eines Kindes". Aus dieser Zeit habe ich viel für mein Muttersein mitnehmen können.

Zum Beispiel, dass unsere Kinder, wenn sie krabbeln konnten , statt eines Gitterbettes, einen Schlafplatz erhielten . (Eine Matratze am Boden , die es ihnen ermöglichte, frei hinein und hinaus zu krabbeln).Oder , dass unsere Kinder bis zum Schulalter bereits um 18 Uhr ins Bett gehen. Auch bei unseren Schulkindern lautet jetzt noch die Einstellung  "Lieber früher, als zu spät ins Bett." Schlaf ist für die Entwicklung eines Kindes ein wichtiges Gut! Die Wochenenden sind der Ausnahmeregelung gebunden. :-)

Als Jonathan zur Welt kam, mussten wir  feststellen wie es ist, wenn ein Kind die Nacht zum Tag macht. Jonathan war in seinem ersten Lebensjahr ein so genanntes "Schreikind" . Nichts verlief mehr nach einem Grundplan. Die Nächte verbrachte ich  meist auf und ab hüpfend, mit dem Kind im Tragetuch. (Die Tage übrigens auch) Ein Schlafverhalten war nicht zu erkennen, auch kannten wir einen geregelten Ablauf im Alltag nicht mehr . Die Tage und Nächte wurden von den Schreiphasen unseres Sohnes bestimmt. Zu dieser permanenten Unruhe kam noch , dass er jegliches Zufüttern nach dem sechsten Monat verweigerte und so ,ein Jahr voll gestillt wurde.

An Entwicklungsschritte schlaftechnischer Seite, wie z.b  ein umlegen auf den Schlafplatz oder ein Schlafen ab 18 Uhr, war im ersten Lebensjahr nicht zu denken.Wir waren schon froh ,wenn er schlief.

Dann mit 1 Jahr der Sprung, plötzlich, fast über Nacht.

Das Kind schrie nicht mehr, war zwar noch etxtrem schüchtern, in sich gekehrt, sehr abhängig von mir, aber aß plötzlich alles, stillte sich binnnen Tagen vollkommen ab  und schlief  die Nacht durch.

Mit 15 Monaten schlief er dann, bereits in seinem eigenen Zimmer, jedoch im Gitterbett, da er auf dem Schlafplatz da er mehrmals herauskugelte.

Da dachten wir so "Jetzt haben wir wirklich alles, was einen mit Kindern und Schlaf erwarten kann, durch."

"WE ARE SAVE"

Dann kam Joshuah

Man nimmt an, Kind Nummer 6 sei, was Lärm angeht unempfindlich.

Oft ist es ja so: Um so lauter die Umgebung um so besser schlafen Babys.

Ich weiß noch, wie ich immer Stirnrunzelnd da stand, wenn ich an Türen ein Post It hängen sah mit der Botschaft

." Bitte nicht klingeln, Baby schläft" 

oder Eltern die beim schlafenden Kind nur noch im Flüsterton miteinander sprachen, lösten leichte Ratlosigkeit und Irritiertheit bei mir aus.

Joshauh zeigte schnell, dass schlafen und Geräusche nicht zusammen passten. In einem Haus mit 6 Kindern wird das Wort  Stille zu einem sehr dehnbarer Begriff.

Eigentlich ein sehr unkompliziertes Baby, pflegleicht, aufgeweckt, interessiertan seiner Umgebung.  Nur beim Thema Schlaf zeigte er leichte abneigungen zu den anderen. Jedes Geräusch weckte ihn auf. Besser gesagt jedes noch so kleine Geräusch.

  Ich war sogar so weit, dass bei mir kein Post it an der Eingangstür hang ,sodern  die Glocke ganz ausschaltete und dem Postboten regelmäßig an die Gurgel hüpfte, wenn er es wagte mich mit einem Hupen an die Eingangstür zu bewegen.

So lebensfroh, wach und offen er der Welt gegenüber war, so schwer viel es ihm, dann in den Schlaf zu finden , wenn die Welt doch so viel bereit hielt. Jedes Geräusch weckte ihn auf. So hatten wir Abends oft schon Schweigeexerzizien als Paar, nur um blos nicht den kleinen Mann aufzuwecken.

Ihn in den Schlaf zu begeleiten dauerte oft ewig, meist waren bereits alle Kinder im Bett, bis Joshuah friedlich auf mir schlief.  Jetzt im nachhinein kann ich auch hier Phasen und Entwicklungsschritte  im Schlafverhalten erkennen,  die ich oft übersah.  Im Unterschied zu unseren anderen Kindern, wollte er nicht durch stillen eingeschläfert werden.

Mit drei Monaten , wurde aus dem einschlafen auf Mama ein  Einschlafen nur in Kombi mit Bewegeung. Was entweder hieß, unterwegs mit Auto/ Kinderwagen/Tragetuch  zu sein, oder abends im Tragetuch tragend am Petziball hüpfend den kleinen Mann in den Schlaf zu begleiten. Ihn dann in einem Akropatischen Akt irgenwie ins Bett zu heben, aber bitte so, dass er nicht  aufwachte. Dies wiederholte sich abends 3-4 Mal .

Mit fast einem Jahr dann, ein spührbarer Entwicklungsschritt.

Wir stillten ab , und er wurde zunehmens unruhiger in der Trage. Das Einschaukeln dauerte oft schon bis zu 1 Stunde. Ich erkannte nicht, dass er eigentlich nicht mehr getragen sein wollte. Frustriet legte ich ihn eines Tages dann ins Bett, und legte mich zu ihm dazu, da er ja anscheinend , die alte Gewohnheit nicht mehr wollte. 10 min später schlief er. Von diesem Tag an schlief er nur noch in unserem Bett in den Schlafbegleitet ein . Interessant ist auch, dass er ab da anfing die Trage abzulehnen. Ich musste trotzdem abends 3-4 wieder zu ihm/ mich erneut zu ihm legen und wieder 10-20 min bei ihm liegen, bis er wieder zurück in den Schlaf fand. Mit 14 Monaten konnte er dann sicher laufen und wieder merkten wir deutlich , dass sich beim Schlafverhalten etwas änderte. Er blieb nicht mehr neben mir liegen. Krabbelte immer wieder hinaus, quälte uns oft bis 22 Uhr.

Bis zu diesem Zeitpunkt war ich noch ganz alleine für das zu Bett bringen unseresJjüngsten zuständig, mein Mann versorgte derweilen alle anderen Kinder und machte danach Feierabend.

Als diese Unruhe wieder einsetzte und ich schon gereizt auf das wort Schlaf reagierte,  probierte ich das Gitterbett für ihn aus. Siehe da, Kind schlief wieder. Ich saß zwar 20-45 min bei ihm im dunklen am Bett bis er wirklich tief schlief , aber er kam nur noch 2-3 mal in den Abendstunden. Ab 23 uhr kam er dann wieder zu uns ins Bett.

Mit 16 Monaten saß ich oft dann schon bis zu 1 Stunde an seinem Bett, ein wahrer Machtkampf zwischen mir und ihm ,viel Gebrüll und meine Nerven und Energie schien völlig abhanden gekommen zu sein.Eines Abends schmiss ich dann hin.  Ich schaffte es nicht mehr , an den Abenden meiner Familie nicht mehr teilzuhaben,  weil ich am Bett meines Jüngsten saß, der einfach nicht zur Ruhe kommen wollte. Also spannte ich meinen Mann ein, und meinte " Ob er jetzt bei dir faxen macht oder bei mir  ist schon ega ,viel schlimmer kanns nicht mehr werden, ich brauch jetzt Feierabend."

Wieder ein abend der totalen Frustration ich warf all meine innerliche Wut , Zorn und Überforderung in Bezug auf Joshuahs Einschlafen meinem Mann hin, der bereits seit einer Stunde gemütlich am Sofa saß und las.Und beschloss dabei  das ich den  Part "Joshauh in den Schlaf begleiten " an meinen Mann abgab. Erleichterung tat sich bei mir breit, als er einwilligte.Mit dem Gedanken

:Die Liebe des Vaters ist gleich viel Wert, wie meine. Sie ist wahrscheinlich sogar noch unvoreingenommenr was das zuBett bringen angeht, als meine. Konnte ich michab dem Zeitpunkt  gut raushalten.

Es verliert die schwerste Bürde

die Hälfte ihres Druckes, wen man

von ihr reden kann. (Jeremias Gotthelf)

 

Zehn Minuten später kam der Vater aus dem Schlafzimmer, Kind schlief. 

Sehr begeistert war ich damals wirklich nicht. Ich kam mir vor wie die größte Rabenmutter. Da schuster ich Stunden herum, sitze im Stockfinstern neben dem Bett und der Vater setzt sich gerade mal zehn Minuten neben hin, ließt dabei noch chillig online Zeitung und das Kind schläft.

Damit war gebongt: Ab nun war "Joshuah in den Schlafbegleiten" der Part von meinem Mann.

Heute, 3 Monate später findet Joshuah bereits selbst in den Schlaf, im eigenen Zimmer mit seinem Bruder . Schläft oft bereits so tief, dass er abends gar nicht mehr aufwacht. Und wandert meist erst nach Mitternacht zu uns ins Bett.

Würde ich noch immer auf meine mütterliche Qualitäten pochen, würde ich wahrscheinlich noch immer im finstern den Abend neben seinen Bett verbringen. :-)

Maria Montessori forderte auf "Waiter" zu sein . aufmerksam in denEntwicklungsschritten der Kinder zu sein und sich aber nicht aufdrängen. Zeitfenster wahrzunehmen.

Entwicklungsphasen nicht übersehen , feinfühlig sein für Zeitfenster in denen etwa neues entstehen kann.

 Und sich selbst zurücknehmen.

Dazu möchte ich euch noch ein Beispiel anhand eines Erlebnisses aus unserem Urlaub erzählen.

An unserem letzten Tag im Urlaub, gingen wir zum Abschluss nocheinmal mit meinen Eltern "gut Esse"n. Dieses Resrtaurant war, wohl das Beste in der Stadt und so hoben wir es uns für den Abschluss auf.  Der Kellner war freundlich, sehr bemüht. Er nahm unsere Bestellung auf . Unsere Kinder waren eigentlich sehr angenehm bei Tisch, außerdem war das Lokal in einer Fußgängerzone, so konnten die Kinder sich auch gut bewegen und mussten nicht still sitzten. Er kam oft vorbei fragte ob alles passte, unterbrach unsere Gespräche. Nach 30 min kam er, entschuldigte sich , dass es so lange dauerte und brachte als Überbrückung eine Käseplatte (eine nicht gerade kleine) und meinte die Fischplatte würde für Verzögerungen sorgen. Mein Vater wieß ihn darauf hin, dass er eigentlich noch eine kalte Vorspeise bekam und es kein Problem wäre wennn die Kinder ihr Essen jetzt schon bekämen. Die Stimmung von uns am Tisch war eigentlich noch sehr ausgelassen. Wir genossen den Abend, die Kinder waren bester Laune spielten in der Fußgängerzone mit anderen Kindern. Wir hatten gerade begonnen von der Käseplatte zu probieren, kam die Vorspeise meines Vaters, die Essen der Kinder und die Fischplatte meiner Eltern zeitgleich, kurz darauf das Essen meines Mannes und meines. Der Tisch über voll, wir leicht überfordert.

Unruhe machte sich breit. Was zuerst essen, wo anfangen, die Fischplatte schon auf den ersten Blick  für 4 Leute nicht zu schaffen, geschweige für 2 Personen.  Wir begannen zu Essen. Er kam, fragte wegen Getränke , und bis alle wieder nachgefüllte Gläßer hatten, war er gefühlte hundert Mal an unserem Tisch während wir aßen. Die Kinder aßen auf, verliesen wieder den Tisch, wir plagten uns beim aufessen der hingestellten Speisen.Die Stimmung hatte sich veränderet. Er kam erneut an unseren Tisch, teilte meinem Mann mit, dass wenn wir fertig seien er als kleine Überaschung und wieder Gutmachung eine Kleinigkeit für unsere Kinder hätte.

Wir gingen von einem Lutscher aus.

Als wir gerade fertig waren brachte er, zum noch vollen Tisch als "kleine Überaschung" zwei große Salatschüsseln gefüllt mit Eis und Obstsalat.

Panik machte sich in den Augen der Erwachsenen breit, mit der Frage "Wer soll das bitte alles aufessen"

Gut gemeint, aber zu viel, er hat uns mit seiner Aufmerksamkeit , mit seinem Bemühen förmlich erschlagen.

Sehr schade, denn alles war einfach köstlich und wäre mit dem Ambiente sehr stimmig gewesen.

Am nächsten Morgen lies ich den Abend im Kopf nocheinmal revue passieren  und fand viele gemeinsamkeiten in Bezug auf das Eltern sein.Da viel mir wieder das Buch ein "Lieben-ermutigen-loslassen" von Heidi Maier Hauser welches ich zur Schwangerschaft meiner ersten Tochter von der oben genannten Leiterin bekommen hatte.

In demBuch wird  ein guten Erzieher (ELtern, Pädagogen, Lehrer) als guter " Waite"r bezeichnet in Form eines guten Kellners, der genau weiß einzugreifen, hilfestellend zu Seite zu stehen, aber auch weiß sich im Hintergrund zu halten.

Und so sind wir wieder beim eigentlichen Thema, dem Schlafen.

 

 

Dieser Wechsel war , als würde ein Knopf aufgehen als würde ich und er Aufatmen.

In den letzten 2 Monaten entwickelte sich Joshuah zu einem doch sehr unkomplizierten Schlafkind. Braucht keine Begleitung in den Schlaf mehr, schläft mittlerweile in seinem Zimmer bei Jonathan ein  , wird abends nur noch sehr selten wieder wach und kommt meist erst nach Mitternacht zu uns ins Bett. 

Rückblickend gesehen, würde ich wahrscheinlich noch immer an seinem Bett sitzen, Stunden neben ihm verweilen. Einerseits genervt andererseits denkend ich sei ja so Bedrüfnisss orientiert. In Wirklichkeit habe ich ihn in seiner Entwicklung völlig gebremmst. War kein guter "Waiter".  Nach dem Motto " Nicht jede Hilfe, ist eine Hilfe!"

Ich habe bei den anderen Kindern gut gespürt:" Werde ich gebraucht oder nicht".

Aber hierbei habe ich meine mütterliche Liebe über seine Bedürfnisse gestellt, habe dadurch nicht wahrgenommen was er wirklich braucht. Dachte Liebe kann nicht zu viel sein. Getragen sein, gehalten, geborgen damit bin ich am sicheren Weg .

Das kann aber auch heißen" erdrückt sein vor Liebe, und sich damit nicht frei entfalten können".

Ich glaube das bei beiden Kindern ihre Schwangerschaft und Geburtsgeschichte dazu geführt hat, das ich nicht so gut darin war, nur zu Dienen , wachsam , liebend und sie dazu ermutige sich selbständig frei zu entfalten. Sich selbst zu helfen.

Wo wir wieder beim Kellner wären, der nicht wahrgenommen hat, dass wir uns sehr gut selbst durch die Wartezeit getragen haben, ihn nicht gebraucht hätten und unsere Gespräche, das hüpfen durch die Fußgängerzone genug gewesen wäre und wir  keinerelei Überbrückung gebraucht um einen gelungenen Abend zu erleben . Und nur er sich schwer tat loszulassen....

 

 

 

 

 

 

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