Rituale bei Tisch

Rituale als Sicherer Hafen

Rituale ein wichtiges Thema in Familien. In einer Studie kam heraus, dass in der heutigen Zeit, uns nichts mehr Sicherheit und Geborgenheit vermittelt wie Rituale. In einer Welt , die sich jeden Tag verändert, fast schon stündlich ihren Kurs wechselt, in dem nichts fix zu scheinen scheint, geben uns und unseren Kindern Rituale wichtigen Halt.

Rituale ist aber nichts was einfach da ist.

Rituale müssen, überlegt und für einen selbst und die Familie angepasst werden, müssen bewusst eingeführt werden und wachsen dann langsam mit der Zeit zu einem Familienritual.

Rituale sind nicht auf Knopfdruck buchbar. :-)

Wann führt man Rituale am Tisch ein?

Mit einem Baby am Tisch vor dem Brei ein Rituale zu vollziehen, erscheint doch komisch. Aber wann dann? Wann ist der Richtige Zeitpunkt?

Außerdem

Rituale können sich auch ändern, können sich verändern oder neu angepasst werden, wenn die Familie sich wieder ein Stück in eine neue Richtung entwickelt.

Rituale die sich bei uns in den Jahren entwickelt haben sind

  • das Aufdecken des Tisches
  • das gemeinsame austeilen der Speisen und Getränke (jeder hilft mit)
  • gemeinsame Tischgebet
  • das gemeinsame schließen des Mittagessens (wir bleiben sitzen bis auch der letzte fertig ist)
  • das gemeinsame Abräumen des Tisches (jeder nimmt seine 7 Zwetschken und stellt sie wenigstens in die Küche)
  • Sonntagsfrühstück
  • jeden letzten Freitag im Monat, gibt es am Abend ,einen gemeinsamen Spieleabend mit viel Knabbergebäck und Süßigkeiten

 

 

Piep, Piep, Piep!

Wie wenig Tischrituale in unserer Gesellschaft noch verankert sind, merken wir immer dann, wenn Freunde unserer Kinder zum Mittagessen kommen.Und dann ziemlich verdutzt sind. 

Warten bis alle bei Tisch sind? warten bis jeder etwas zu Essen  hat? Gemeinsam am Tisch beim essen sitzen und nicht jeder mit dem Teller in seinem Zimmer! Ein gedeckter Tisch, fasziniert oft als erstes schon. Tischgemeinschaft im allgemeinen , Werte die uns langsam, verloren gehen in den Familien.

Das ist sehr schade, denn "Der Esstisch ist das Herzstück eines Hauses" ., wie ein Sprichwort so schön sagt .

Damit die Kinder lernern ,wie man einen Tisch ordentlich deckt, habe ich diese Tischsets gebastelt (siehe Bild) . Der Löffel rechts, die Gabel links, das Glas rechts oben. So kann selbst, John mit seinen 2 Jahren, schon ganz alleine  den Tisch decken. 

Wir setzen uns an einen gut gedeckten Tisch , ein Ritual und Wert den wir unseren Kindern mitgeben wollen.Wir sind uns wertvoll, dass wir das Essen gemeinsam in schönem beisammensein genießen, nicht zwischen Tür und Angel und die Servietten nur herauskramen wenn wir Besuch bekommen. :-)

Ein liebgewonnes Ritual ist uns auch das gemeinsame Tischgebet geworden.

Wobei wir eine bunte Auswahl haben und die Kinder können oft auswählen.

So beginnen wir gemeinsam mit dem Essen, nach dem Tischgebet. Es muss aber kein Gebet sein. Es kann ja auch ein Tischspruch sein.

Wir reichen uns dabei die Hände und sprechen das Tischgebet.

Wann habe wir damit begonnen?

Ich glaube als unsere erste Tochter 1 1/2 Jahre war. In diesem Alter haben Kinder große Freude an solchen Ritualen , haben wir gemerkt.. Und so sagte sie schnell von selbst Piep,Piep, Piep , bevor wir begonnen hatten!

Lieblingstisch Gebete:

  • Piep, Piep, Piep , wir haben uns alle lieb.                              Piep, Piep, piep Jesus hat uns lieb.

          Piep, Piep , Piep, Guten Appetit !

oder

  • Wenn wir zusammen sind, essen und trinken, rufen wir wunderbar, Jesus ist da. Der große Gott hat uns sooooooooo (Hände ganz hoch heben) lieb, Guten Appetit.

oder

 

  • Fröhlich sei das Mittagessen, guten Appetit,(auf den Tisch klatschen)

jeder Esse was er kann, nur nicht seinen Nebenmann,

hat er ihn dann doch gegessen, Zähneputzen nicht vergessen!

Groß und Klein- haut rein!

 

Wenns schnell gehen soll :-)

  • Lieber Gott, segne flott!

 

 


Lieblingsrezept

Blattspinatstrudel mit Mozarella, Kartoffeln und Joghurt Dip

 

1 Blätterteigstrudelteig

250 g Blatspinat, frisch oder gefroren

400g Putenfilletstreifen

1 Mozarella

gekochte Kartoffeln als Beilage

1 Sauerrahm

1 Frischkäse Natur

8 Kräuter gefroren

Senf

 

Zubereitung:

Bakcrohr vorheizen 180 Grad, Kartoffeln kochen

Putenstreifen salzen, pfeffern- anbraten

Blatspinat in heißen Wasser kurz blancieren, danach abschrecken- salzen

Pute, auf den Sturdelteig( in der Mitte in einer Linie )verteilen, Blattspinat darauf und Mozarella

Salzen und Pfeffern- Teig schließen und mit einer Gabel einstechen

Ins Backrohr und backen bis der Strudel eine goldbraune Farbe bekommt.

Dip:

Sauerrahm und Frischkäse vermischen , leicht Salzen,  Kräuter und etas Senf dazu.

 


Es ist niemals zu spät, niemals zu früh für Rituale ...           Niemals zu spät etwas zu ändern, niemals so eingefahren um nicht doch nochmal alles Neu umzukrempeln!

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