Frühstück bei mir

Frühstück mit Herrn Ruckizucki und Frau Gemütlich

Frühstück am   Sonntag

Der Sonntag ist ein besonderer Tag in der Woche, Er schließt eine Woche ab, er dient zum verweilen, Alltag, Alltag sein lassen, zum versöhnen nach einer turbulenten Woche, zum hineinhören und zum neue Energie laden.

Das beginnt bei uns schon mit dem Frühstück.

Das Sonntagsfrühstück unterscheidet sich von den anderen Frühstücken, dass wissen alle, und die Kinder sind ganz perplex, wenn dieses Sonntagsritual mal nicht zelebriert wird.

Ja, Rituale im Alltag geben Kinder Sicheheit und Geborgenheit, und so fingen wir vor Jahren mit diesem Ritual wieder an. Wieso wieder?

In meiner Herkunftsfamilie gab es solange ich denken kann, schon immer "DAS zelbrierte Sonntagsfrühstück"  immer um 8 Uhr, immer mit Frühstücksei.

Damit wir Sonntags in kein Geschäft müssen, gibt es  bei uns Sonntags Crossants, aus fertigem Teig ,die ich nur noch rolle und in den Ofen schiebe.  Oder auch frisch gebackenens Brot, so wie Aufbackbrötchen. Und für alle die dies wollen,  ein Frühstücksei.

Wer früher aufwacht hilft mit, den Tisch zu decken, Crosants zu formen oder Milchschaum zu zaubern. Um 8 Uhr werden dann auch, die Langschläfer in der Familie geweckt und unser Frühstück vor dem Gottesdienst beginnt.

Mein Mann ist eher ein Langschläfer und ein Schnellesser, besser gesagt, eigentlich  ein "kein Frühstücker". Deshalb übernahmen wir anfangs dieses Ritual auch nicht. Ich fing dann mit den Kindern alleine an, stellte ihm einen Kaffee hin. Und langsam wurde unser Herr Ruckizucki zum Sonntagsfrühstücker  mit Ei und Crossant.  :-)

Während ich morgens das Frühstück vorbereite, räumt mein Mann während ich die Kleinen wasche und anziehe, den Tisch wieder ab.


Morgens früh um 6

Das Frühstück unter der Woche gestaltet sich oft schwierig. Die ersten Kinder stehen, bereits um 6 Uhr auf , verlassen um kurz nach halb 7  Uhr das Haus. Die letzten stehen erst um 7 Uhr auf.

Gemeinsam Frühstücken ist einfach nicht möglich unter der Woche.

Auch haben wir Kinder die morgens so gar nicht in die Gänge kommen, Kinder die kaum was runter bekommen, Kinder die, die Augen öffnen und mitteilungsbedürftig sind, oder besser gesagt, wie Wasserfälle plaudern und  Kinder die mit Hunger aufwachen. Das alles unter einen Hut zu bekommen ist manchmal ein Balanceakt, der mal gut, mal weniger gut klappt.  Hierbei sei gesagt, ich selbst bin weder Frühaufsteher noch ein Morgenmensch. Mein Mann steht auf und ist redebedüftig, ich bräuchte am  Morgen mal  2 Stunden schweigen. :-)  Deshalb richte ich Frühstück, packe Lunchbags und wickel Kinder,schweigsam,  mein Mann ist für die Kommunikation am Morgen zuständig.  Und auch bei unseren Kindern akzeptieren wir die Muffeltiere und die Morgenspatzen so wie sie sind. Der Spatz darf zwitschern und den Morgen begrüßen, der Muffel darf gerne noch in Isulation leben.

Ich hab keinen hunger!

Wir alle wissen: Ein Frühstück ist wichtig um gut in den Tag zu starten. Das morgendlich Frühstück ist der Startschuss um gut durch den Tag zu kommen. Soweit die Theorie.

Aber morgens, ist der Hunger oft noch im Träumeland.  Die Kindergärten haben sich bereits daran gewöhnt, dass die meisten Kinder ohne Frühstück in den Kindergärten kommen und so beginnt die Jausenzeit bereits um 8 Uhr.  Klingt nett, wenn man, dies am Elternabend gesagt bekommt.Easy also kein Frühstück am morgen- Frühstück im Kindergarten. Blöd nur, wenn in der Schule die erste Jausenpause um 9 Uhr oder gar halb 10 erst  ist. Ich selbst bin kein früh Frühstücker, halte es aber ohne Essen schlecht bis zum Mittagessen aus. Deshalb frühmorgens einen Kaffee, frühen Vormittag, dann Müsli oder Smoothie und Obst. Bei den Kindern halten wir es so.´:

Ohne etwas zu sich genommen zu haben,  geht keiner außer Haus. Wenigstens eine Tasse Tee, Orangensaft, oder Kakao wird getrunken. Aber es darf am Morgen auch der Nutellatoast sein, von dem sich unsere z.B Jüngste Tochter im ersten Kindergartenjahr jeden Morgen ernährt hat, oder die Schokopos mit Milch. Hauptsache irgendetwas wandert in den Bauch.

 

 

Wir fahren Jetzt

Es gibt, ja diese Ruckizucki Kinder.

Stehen um 6 Uhr auf, wupps angeszogen ehe man noch aus der Kinderzimmer Tür ist, Zähnegeputzt ,gefrustückt im nu, spielen sie sogar morgens noch bevor der Tag beginnt. Schön wenn man so ein Kind hat. :-)

Gibt aber auch die "ich probiers mal mit gemütlichkeit" Kinder.

Dann wird man  jeden Morgen,  um  pünktlich aus dem Haus kommen zu können, zum Trillinstructor.

Nicht lustig, für einen selbst. Dem Kind selbs,t scheint, dieses tägliche anschupsen, recht egal zu sein.

Wir haben solche Kinder. :-) Manche sind bereits dieser Phase wieder entwachsen und haben gelernt pünktlich, von selbs,t das  Haus zu verlassen. Manche benötigen noch tägliche Übung.

Dazu hab ich einige Hilfreiche Tipps für euch, die den morgendlichen Kaugummikind, etwas mehr in die Gänge bringen.

1. Bereits am Vortag, die Kleidung rauslegen.

2. Kaugummikinder brauchen mehr Aufwachzeit- diese Einplanen.

3. Bei Stress, werden sie noch langsamer, also schaue ich, dass ich meinen Stress vermeide.

4. wir haben für unsere Kaugummikinder, Sanduhren. Eine mit 3 min, eine mit 10 min und eine mit 30 min. Sie helfen wenn man merkt beim Frühstück oder beimAnziehen verezttelt sich das Kind gerne. "Schau auf die Sanduhr, wenn sie verstrichen ist, ist das Frühstück nun  vorbei." oder "Möchte ich, dass du angezogen bist!" Übrigens, bei Ruckizucki Kinder toll beim Zähneputzen. "geputzt wird bis die Sanduhr verstrichen ist"

oder

5.Dieser Ansatz hilft oft, bei Kindergartenkindern - wenn man merkt, dass es  ein Spiel für das Kind geworden ist, immer noch langsamer zu werden: 

Weil du mir morgens geholfen hast pünktlich aus dem Haus zu kommen und zur Arbeit- haben wir abends Zeit für dich ein Spiel vor dem zu Bett gehen zu spielen, oder Buch zu lesen . Haben wir es nicht  pünktlich aus dem Haus geschafft , fällt am abend diese Zeit aus.

Aber vielleicht schaffen wir es ja morgen wieder.

Oder  bei Schulkindern:

Fahren sie einfach einmal!

Dann musst du selbst zur Schule gehen. Denn, dann, sieht das Kind eine Konsequenz, nämlich die Reaktion des Lehrers wenn man zu spät kommt. Lerneffekt. Unser Sohn brauchte diesen nur ein einziges Mal. Seither ist er immer pünktlich am Auto.

Natürlich schimpfte er, schnaupte und beschwerte sich Lauthals über seinen Vater, der einfach ohne ihn fuhr, und Schuldeingeständnis gab es auch keines, aber kein einziges Mal , reizte er dies nocheinmal aus.. :-)

Learning by doing.

 

 


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Kommentare: 3
  • #1

    Mama von drei (Sonntag, 22 Januar 2017 21:06)

    Das kann ich nur bestätigen ich habe fünf Söhne und alle sind anders.
    Marek 5 Jahre ist ein totaler Morgenmuffel, aber trotzdem ist er immer rechtzeitig mit allem fertig. Er Frühstückt meistens nicht. Das erlaube ich aber auch nur weil er entweder im Schulbus oder in der Schule ist (er geht in eine Montessori Schule ) in den ersten drei Jahrgängen dürfen die Kinder dort zehn Minuten essenspause machen.

    Philipp auch 5 der Zwillings Bruder von Marek. Philipp ist das genaue Gegenteil von Marek. Er ist immer als erstes wach und spielt schon wenn ich die anderen wecke. Auch Essen ist bei ihm kein Problem.

    Corvin 4 Jahre. Seit er in den Kindergarten geht ist er eigentlich kein Problem, weil er sich jeden Morgen darauf freut. Und er weiß das es ohne aufstehen und Zähneputzen nicht in den Kindergarten geht. Mit dem Essen ist es bei ihm wie bei Marek.

    Felix 2 Jahre. Felix ist am Unkompliziertesten wenn die anderen aufstehe schläft er noch er ist dann mit mir zusammen.

    Henry 6 Monate. Er schläft bei mir im Bett und wenn ich aufstehe dann wacht er auf. Ich trage ihn eigentlich den ganzen Morgen in der tragehilfe mit mir herum damit er noch einbisschen schläft.

    So ist das bei uns Morgens.
    Am Sonntag gibt es bei uns auch ein Frühstück an dem alle dabei sind und jedesmal gibt es auch etwas das ich mit einem Kind am Tag davor zusammen gebacken habe. Mein Mann macht dann etwas mit den anderen Jungs und ich backe jeden Samstag oder auch Sonntag früh einem anderen Kind etwas fürs Frühstück

  • #2

    Evi (Montag, 23 Januar 2017 21:52)

    Ach, ich träume von so einem geregeltem Ablauf... Ich hätte tausend Fragen :D Wann sich das so eingependelt hat? Hattest du das direkt beim ersten Kind raus oder war das ein "Lernweg" vom ersten Kind bis jetzt oder kannst du das überhaupt nicht festmachen, wann die Abläufe "saßen"? Bei uns ist so ein "Luftikus"-Alltag, mein Mann kommt aus einer Herkunftsfamilie, wo irgendwie so in den Tag gelebt wurde,, alles rituelle engt ihn ein.
    Ich "boxe" gemeinsame Mahlzeiten usw. oft durch, es raubt uns aber allen viel Energie.
    Im Moment ist das einzig regelmäßige der Kindergarten eines Kindes (ich bin mit dem zweiten noch zu hause in Elternzeit, mein Mann hat Schichtdienst, also mal ein Wochenende da, eines nur morgens da, eines nur nachmittags, uff. Natürlich genauso unregelmäßig und unplanbar in der Woche).
    Dann die Rollenverteilung.... War das von Anfang an klar? Du machst das Sonntagsfrühstück, wickelst in der Woche die Kleinen, die Uhrzeit des Sonntagsfrühstück usw.?
    Wenn mein Mann morgens da ist, kocht er meistens schon zum Frühstück recht aufwendig (das ist herrlich =)). Doch von generellen Absprachen ("lass es uns doch jede Woche soundso machen") hält er wieder nichts, das ist das einengende...

    Ich lese sehr, sehr gerne bei dir, deine Erfahrungen motivieren mich =)

  • #3

    Juliane (Mittwoch, 01 Februar 2017 07:15)

    Bin mal wieder schwer begeistert! Alle so gut es geht zusammen, keiner einsam, aber jeder wie er kann und will! Mal mehr, mal weniger! Grandios
    Liebe Grüße
    Juliane